Italien – unregierbar oder unkaputtbar?

Ein Blog über Italien und die politischen Entwicklungen.

Der leicht überhebliche Blick in den ach so chaotischen Süden ist uns Deutschen recht schwer abzugewöhnen. Die folgenden Beiträge geben Einblick in das oft vielschichtige, manchmal aber auch profane politische Geschehen Italiens. Für mehr Verständnis, hoffentlich.

Maike Heber

Die Regeln des Spiels. Italien vor der Wahl

Spielbrett mit Würfel und Männchen

Nur noch wenige Tage bis zur Wahl. Der Rechts-Koalition wird eine klarer Sieg vorausgesagt, begünstigt durch das geltende Wahlgesetz. Dieses ist nur eins von vielen Beispielen, wie der institutionelle Rahmen längst zum Gegenstand von parteipolitischen Interessen geworden ist – mit weit reichenden Folgen.

Die Rückkehr der Politik

Titelbild der Frankfurter Rundschau mit Mario Draghi am Tag seines Rücktritts

… verheißt in Italien nichts Gutes. Die „Expertenregierung“ Draghi ist am Ende, der wohl weltweit angesehenste Italiener wurde am Mittwoch in einem unwürdigen Spektakel vom Rücktritt überzeugt. Denn wer will mit solchen „Polit-Strategen“ schon weiter zusammenarbeiten? Nun kann Salvini endlich wieder Wahlkampf machen und Conte seine Wunden lecken.

Stabil instabil

Ja, kruzinesen, da steckt Italien neun Monate vor dem Ende der Legislatur in einer handfesten Regierungskrise! Warum? Wohl weil sich Ex-Premier Conte gedacht hat: Geteilites Leid ist halbes Leid, deshalb dürfen alle Teil haben an der Identitätskrise der Fünf-Sterne. Letzten Endes ganz Europa.

Aus Anlass der Kommunalwahlen in Italien

Mario Draghi im Juni 2021

…ein paar grundsätzliche Gedanken zum Zustand der italienischen Politik: Während Mario Draghi trotz einiger reform- und finanzpolitischer Sorgen souverän regiert, ändern sich die Kräfteverhältnisse in Italiens Parteienlandschaft. Substanziell ändert sich jedoch – leider – nichts.

Nach der Wiederwahl Mattarellas: Für und Wider einer Direktwahl des Staatsoberhaupts

Sergio Mattarella

Diese Wahl wird nicht ohne Folgen bleiben. In Italien wird nun die Direktwahl des Staatsoberhaupts und eine Reform des Wahlrechts diskutiert – mal wieder.

Über mich: Maike Heber

Ich bin Politikwissenschaftlerin und Italianistin, derzeit tätig im Wissenschaftsmanagement an der Technischen Universität Dresden.



Promoviert habe ich zu „Italiens Demokratie zwischen Volkssouveränität und Verfassungsvorrang. Wie 25 Jahre Reformprozess die konstitutionelle Demokratie verändert haben“.

Veröffentlicht bei Springer VS 2020. Link zum Buch.


Medienbeiträge


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Academia

Studium der Politikwissenschaft, Mittleren und Neueren Geschichte sowie Italianistik an der Universität Leipzig und der Università degli Studi di Firenze 2004-2011

Promotionsstudium an der Technischen Universität Dresden und der Università del Piemonte Orientale 2012-2018

Berufliches

transCampus Projektkoordinatorin an der Technischen Universität Dresden seit 2019

Leitung des Referats Entwicklung und Internationales, Bereich Medizin an der Technischen Universität Dresden 2018-2019 ( EZV)

Wissenschaftliche Koordinatorin des Italien-Zentrums der TU Dresden 2011-2018

Publikationen

Konstitutionalismus und parlamentarische Demokratie auf dem Prüfstand. Italiens Verfassung zwischen Überwindung, Erneuerung und Erhalt, in: Sonderheft Die Gründung der Republik, Zeitschrift für Politische Theorie; geplantes Erscheinen: März 2018.

Il diritto di riunione in Sassonia e il divieto della manifestazione di PEGIDA, in: Osservatorio OPAL Nr. 6, 1/2015.

Beiträge für „Dresden-Sachsen-Polen“ und „Europäische Geschichte“ in: Pöppelmann 3D. Bücher – Pläne – Raumwelten, Katalog zur Ausstellung vom 17. Mai bis 1. September 2013 im Buchmuseum der SLUB.

Legitimität und Unabhängigkeit. Auseinandersetzungen um Reformen zwischen Justiz und Politik in Italien, in: PIFO Occasional Papers 14/2012.

Vorträge

Italiens Verfassungsreferendum. Abschluss einer (un-)endlichen Geschichte?, Vortrag am D.I.R.E (TU Dresden), 06.12.2016.

Politica all’italiana. Beheben die Reformen der Verfassung und der Wahlgesetze die politischen Probleme Italiens?, Weiterbildungsveranstaltung für die Italienischlehrenden des Hans-Erlwein-Gymnasiums Dresden, 20.10.2016.

Le politiche della memoria della Shoah in Germania e Italia, universitäre Weiterbildung Corso di Storia e didattica della Shoah 2015 in Cuneo (Piemont), 17.10.2015.

Übersetzungen (Auswahl)

Michele Sarfatti: Die Shoah in Italien. Geschichte, Erinnerung, Geschichtsvermittlung, Musealisierung, in: Claudia Müller et al. (Hg.): Die Shoah in Geschichte und Erinnerung. Perspektiven medialer Vermittlung in Deutschland und Italien, Bielefeld 2015, S. 41-55

Francesco Fait: Triester Erinnerungen und Erinnerungsorte des 20. Jahrhunderts, in: Patrick Ostermann et al. (Hg.): Der Grenzraum als Erinnerungsort. Über den Wandel zu einer postnationalen Erinnerungskultur in Europa, Bielefeld 2012, S. 171-183 (mit G. Marchesi).

Kontakt

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